
Nach Kampf im Regen: Paul Reumschüssel und Vivian Wachs gewinnen 22. ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling / 1.300 Zuschauer in Uslar-Fürstenhagen
(Uslar-Fürstenhagen, 03.08.2025) „Die Anderen müssen auch erstmal durchkommen“, sagte Paul Reumschüssel sichtlich erschöpft, als er gegen 23 Uhr nach zweieinhalb Stunden Fahrt seine spanische Geländemaschine im Ziel des 22. ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling abstellte. Mit seiner vorsichtigen Hoffnung auf den Sieg lag der 24Jährige aus Steinbach-Hallenberg am Ende richtig. Der Thüringer gewann mit drei Fehlerpunkten Vorsprung nach spannendem Wettkampf vor Rodney Bereiter (20) aus Michelstadt und dem Meisterschaftsführenden Joschka Kraft (22) aus Aschaffenburg.
In der Eliteklasse der Frauen siegte bei wechselhaftem Wetter vor 1.300 Zuschauern Seriensiegerin Vivian Wachs (24) aus Frammersbach mit vier Punkten Vorsprung vor Sophia Reumschüssel (23) aus Neunkirchen. Den dritten Platz sicherte sich Nacht-Trial-Titelverteidigerin Theresa Angst (27) aus Winningen.
Die Fahrt durch die jeweils sieben Sektionen auf der Motor- und Radsportstrecke oberhalb von Uslar-Fürstenhagen fand für die 19 Pilotinnen und Piloten unter schwierigen Bedingungen statt. Kurz vor dem Start um 20.30 Uhr setzten Regenschauer ein, die erst gegen Ende der drei Runden nachließen. Mit zunehmender Fahrtdauer trugen die Reifen der 70 Kilogramm leichten Geländemaschinen den Schlamm auf die bis zu 2,20 Meter hohen Hindernisse aus Sandstein.
„Die letzte Runde war noch einmal deutlich schwieriger. Ich habe zum Ende zwei Patzer gehabt, und es wurde noch eng. Es war sehr anstrengend, Normalerweise bin ich um diese Zeit schon im Bett“, zog Sieger Paul Reumschüssel vom ADAC Hessen-Thüringen nach einem langen Abend lächelnd Bilanz.
Der Werkzeugmechaniker profitierte auch von seinem guten Zeitmanagement in den langen Geländesektionen, für die eine maximale Fahrzeit von 90 Sekunden galt. So gelang es ihm in der zweiten Runde nach einem Hakler kurz nach Einfahrt in den siebten Abschnitt, den Zeitverlust zwischen am Hang liegenden Felsbrocken wieder aufzuholen und die Vorderachse seiner TRRS sekundengenau über die Ziellinie der Sektion fliegen zu lassen.
Auch Siegerin Vivian Wachs musste im Gelände kämpfen: „Es war rutschiger als ich dachte, und meine Konkurrentin Sophia Reumschüssel hat ordentlich Druck gemacht. Aber es war schön mit den vielen Zuschauern, das hat richtig Spaß gemacht“, sagte die GasGas-Pilotin beim Sieger-Interview.
Ein großes Kompliment für die Nacht-Trial-Fans gab es auch von Jonas Schulze, dem Ersten Vorsitzenden des MSC: „Wir hätten nie erwartet, dass bei diesem Wetter 1.300 Zuschauer zur Strecke kommen und dieses Trialfest mit uns feiern. Rund um das Nacht-Trial ist in unserer Region über die Jahre eine einmalige Fanbase entstanden. Das macht uns sehr stolz. Das gilt auch für die Unterstützung, die wir vor Ort erhalten. Unser Dank geht an das DRK Uslar, an das THW Bad Lauterberg, die Freiwillige Feuerwehr Fürstenhagen und an die weiteren lokalen Partner, die uns unterstützen. Viele tun dies nur im Hintergrund. Ohne sie könnten wir so eine große Veranstaltung niemals meistern“, sagte Schulze, der selbst als Punktrichter in der Sektion unterhalb der Vereinshütte im Einsatz war.
Das Schlusswort hatte gegen Mitternacht Altmeister Mirko Kammel (33) vom MSC Brake. Der ehemalige Deutsche Meister und Nacht-Trial-Sieger von 2013 war auf seiner Electric Motion als einziger Pilot elektrisch unterwegs und band dem MSC Weser-Solling kurz vor Mitternacht noch einen verbalen Blumenstrauß: „Das Nacht-Trial in Fürstenhagen ist das schönste Motorrad-Trial in Deutschland“, sagt er.
Ergebnis 22. ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling e.V. Uslar-Fürstenhagen
Klasse 1 Männer
1. Paul Reumschüssel, MSC Freier Grund e.V., ADAC Hessen-Thüringen e.V.
20 Strafpunkte
2. Rodney Bereiter, AMC Idstein e.V., ADAC Hessen-Thüringen e.V.
23 Strafpunkte
3. Joschka Kraft, MSC Welschensteinach im ADAC e.V., ADAC Südbaden e.V.
27 Strafpunkte
Klasse 1F Frauen
1. Vivian Wachs 25, MSF Frammersbach e.V., ADAC Nordbayern e.V.
25 Strafpunkte
2. Sophia Reumschüssel, MSC Freier Grund e.V.
29 Strafpunkte
3. Theresa Angst, AC 1927 Mayen e.V., ADAC Mittelrhein e.V.
45 Strafpunkte
Das ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling in Uslar-Fürstenhagen
Trial-Piloten sind die Akrobaten und Kletterer des Motorradsports. Beim Trial gewinnt, wer mit seinem Motorrad schwierige Geländeabschnitte fehlerfrei meistert. Mit Körperbeherrschung und Gespür für die millimetergenaue Linie suchen Trialfahrer den besten Weg über mannshohe Hindernisse und die perfekte Einheit mit ihrem 70 Kilogramm leichten Motorrad. Bodenkontakt mit den Füßen gibt Strafpunkte. Geschwindigkeit spielt keine Rolle, es gibt nur ein Limit für die Fahrzeit. Trial ist die hohe Schule des Motorradfahrens. Beim ADAC Nacht-Trial in Fürstenhagen entsteht dank Flutlicht zusätzliche Spannung und Atmosphäre. Sieben Geländesektionen nehmen die Piloten in Angriff. Der Aufbau ist kompakt. Nur wenige Minuten Fußweg liegen zwischen den zahlreichen Zuschauerpunkten. Seit 2023 ist auch die Frauenklasse am Start.

Deutsche Meisterschaft im Motorrad-Trial in Uslar-Fürstenhagen am 02. August 2025:
Letzte Vorbereitungen für das Nacht-Trial laufen / DM-Leader Joschka Kraft: „Atmosphäre in Fürstenhagen ist einzigartig“
(Uslar-Fürstenhagen, 31.07.2025) „Heute wurden die Bratwürstchen für die Helfer knapp, das ist ein gutes Zeichen“, sagte Jonas Schulze, Erster Vorsitzender des MSC Weser-Solling, und lacht. Denn kurz vor dem Start des Nacht-Trials steigt wie geplant die Zahl der helfenden Hände, die das Motor- und Radsport-Gelände des ADAC-Ortsklubs für den fünften Lauf zur Deutschen Meisterschaft vorbereiten.
Eifrig arbeiten die MSCer noch am neuen Wettkampfbüro. Die Geländesektionen werden abgesteckt, die Vereinshütte auf Vordermann gebracht, und Elektrik-Chef Hans-Jürgen Gruber bringt kurzerhand neue LED-Lampen mit. Sie sollen einen Teil der Strecke besonders nachhaltig zum Leuchten bringen.
Mit der Routine, die der Verein bei bislang 21 Austragungen seit der Nacht-Trial-Premiere 1986 entwickelt hat, geht es für die rund 100 Helferinnen und Helfer, die am Sonnabend im Einsatz sein werden, konzentriert in Richtung Start der Motorräder um 20.30 Uhr.
Dem fiebert auch der DM-Führende Joschka Kraft vom ADAC Südbaden entgegen: „Auf Fürstenhagen freue ich mich immer am meisten“, sagt der Schwarzwälder, der mittlerweile in Aschaffenburg lebt. „Die vielen Zuschauer und die Fahrt in die Dämmerung hinein schaffen eine einzigartige Atmosphäre“, so Kraft. Und auch sportlich sei das Nacht-Trial besonders. Mit Einbruch der Dunkelheit werde es schwieriger, die Distanzen einzuschätzen. Die erhöhte Konzentration werde auch körperlich spürbar, bis hinein in die Arme, sagt der Pilot der spanischen Marke TRRS
Für die anstrengende Fahrt durch das Gelände sieht Kraft, der nach schwerer Verletzung im Vorjahr hervorragend unterwegs ist, keinen klaren Favoriten: „Wir liegen leistungsmäßig dicht beieinander. Mindestens vier Fahrer können beim Nacht-Trial gewinnen. Es gibt in dieser Saison keinen dominierenden Piloten, ein Trio kämpft um den Titel. Es wird saueng, auch in Fürstenhagen“, so Kraft, der in der Meisterschaft knapp vor Jonathan Heidel aus Amtzell und Rodney Bereiter aus Idstein liegt.
Ähnlich fordernd geht es bei den Frauen zu. Theresa Angst startet für den ADAC Mittelrhein. Sie ist die Titelverteidigerin des Nacht-Trial, und auch für sie ist Fürstenhagen ein Highlight: „Kompaktes Gelände mit vielen Zuschauern, die einfach Spaß am Trial haben – das finde ich einfach super. Allein schon die Begeisterung der vielen jungen Fans motiviert mich richtig“, so Angst, die unter ihrem Mädchennamen Bäuml vier Mal die Deutsche Meisterschaft gewonnen hat. Auch sportlich liegt ihr die Fahrt durch den Solling-Wald: „Die Sektionen mit ihren hohen Steinstufen haben einen eigenen Charakter, der mir sehr gefällt. Der Kurs in Fürstenhagen ist anspruchsvoll. Das passt, denn das Niveau bei den Frauen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, und es macht am meisten Spaß, wenn die Herausforderung stimmt“, sagt die Beta-Pilotin aus Winningen an der Mosel.
Angst muss beim Ritt durch die Nacht einen besseren Weg über Sandsteine, Felsbrocken und Baumwurzeln finden als Vivian Wachs aus Frammersbach, die die Meisterschaft klar anführt. Auch die DM-Zweite Sophia Reumschüssel aus dem Siegerland gehört zu den Favoritinnen.
Das ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling in Uslar-Fürstenhagen
Trial-Piloten sind die Akrobaten und Kletterer des Motorradsports. Beim Trial gewinnt, wer mit seinem Motorrad schwierige Geländeabschnitte fehlerfrei meistert. Mit Körperbeherrschung und Gespür für die millimetergenaue Linie suchen Trialfahrer den besten Weg über mannshohe Hindernisse und die perfekte Einheit mit ihrem 70 Kilogramm leichten Motorrad. Bodenkontakt mit den Füßen gibt Strafpunkte. Geschwindigkeit spielt keine Rolle, es gibt nur ein Limit für die Fahrzeit. Trial ist die hohe Schule des Motorradfahrens. Beim ADAC Nacht-Trial in Fürstenhagen entsteht dank Flutlicht zusätzliche Spannung und Atmosphäre. Acht Geländesektionen nehmen die Piloten in Angriff. Der Aufbau ist kompakt. Nur wenige Minuten Fußweg liegen zwischen den zahlreichen Zuschauerpunkten. Seit 2023 ist auch die Frauenklasse am Start.
Ablauf
18:00 Uhr: Einlass
ab 19:00 Uhr: Warmfahren
19:30 Uhr: Fahrervorstellung
20:30 Uhr: Start
24.00 Uhr: Siegerehrung
Eintrittspreise
-Erwachsene: 13 Euro
-Jugendliche bis 16 Jahre: 5 €
-Kinder bis 12 Jahre: frei
-Kostenlose Zeltflächen an der Strecke
Strecke
-Motor- und Radsport-Gelände des MSC Weser-Solling in 37170 Uslar-Fürstenhagen, Heerbergstraße
-Acht Flutlicht-Sektionen mit natürlichen und künstlichen Elementen.
-Drei Runden je 0,6 km Länge mit 7 Sektionen pro Klasse

Der MSC Weser-Solling biegt auf die Zielgerade für das 22. ADAC Nacht-Trial / Meisterschaft spannend wie selten
(Uslar-Fürstenhagen, 24.07.2025) „Die Basis ist gelegt, jetzt gehen wir Schritt für Schritt Richtung Nacht-Trial“, sagt Dietrich Siemon, Fahrtleiter des MSC Weser-Solling.
Drei große Arbeitseinsätze an den vergangenen Wochenenden liegen hinter den Mitgliedern des ADAC-Ortsklubs. Jeweils rund 15 fleißige Helfer waren im Einsatz, um das Motor- und Radsport-Gelände oberhalb von Fürstenhagen für den fünften Lauf zur Deutschen Meisterschaft im Motorrad-Trial herzurichten: harken, säubern, Steine bewegen, die technische Abnahme einfrieden und Versorgungs-Pavillons aufbauen standen auf dem Arbeitsplan. Völlig neu gestaltet wurde das in die Jahre gekommene Rennbüro.
In den nächsten Tagen geht es um weitere Details, vom Abstecken der Fahrspuren über den Aufbau der Anzeigetafel bis zum großen Torbogen, der die Strecke überspannt. Auch zahlreiche Werbematerialien kommen zum Einsatz. Hier ist MSC-Mitglied Volker Meyer gefragt: Akquise der Sponsoren, Plakat-Layout, Druckvorlagen, Produktion und Verteilung sind die Themen, die ihn seit Februar beschäftigen. „Wir haben 100 Plakate und sieben Groß-Transparente im Umkreis von 15 Kilometern verteilt und waren auf Sport- und Feuerwehrfesten präsent. Wir hoffen auf ordentlich Resonanz beim Nacht-Trial“, so der Marketingspezialist. Auf dem Gelände sind nun noch zehn große Transparente anzubringen. Diese werden zum Großteil auf die acht Sektionen verteilt, die die gemeldeten zwölf Männer und acht Frauen der beiden Eliteklassen der Deutschen Meisterschaft in Angriff nehmen. Durch sechs der Geländeabschnitte mit teilweise über zwei Meter hohen Stufen aus Sandstein oder Beton fahren beide Startgruppen. Jeweils eine Sektion haben Jungs und Mädchen exklusiv.
Vor dem Ankicken der Maschinen schwört der Erste Vorsitzende Jonas Schulze die MSCer am Donnerstag auf der Nacht-Trial-Versammlung ein. Am Freitagabend folgen Punktrichterschulung und Lichtprobe. Im Laufe des Sonnabends beginnt der Einsatz des THW Bad Lauterberg, das die Stromversorgung des Flutlichts übernimmt, und auch die Freiwillige Feuerwehr Fürstenhagen sowie das DRK aus Uslar gehen in Bereitschaft. Insgesamt sind rund 100 Helfer im Einsatz.
Wenn um 20.30 Uhr die Fahrerinnen und Fahrer in die drei Geländerunden starten, wartet auf die Zuschauer eines der spannendsten Nacht-Trials seit Jahren. Da Titelverteidiger und Rekordmeister Franzi Kadlec aus Reichersbeuern in dieser Saison berufsbedingt eine Pause einlegt, kämpfen bei den Männern drei Piloten um die Meisterschaft. Mit dem DM-Führenden Joschka Kraft aus Südbaden, Jonathan Heidel aus Württemberg und Rodney Bereiter vom ADAC Hessen-Thüringen gab es in den ersten vier Meisterschaftsläufen drei verschiedene Sieger. Der Lauf in Fürstenhagen könnte zur Halbzeit der Meisterschaft wegweisend für das Titelrennen sein.

Der MSC Weser-Solling e.V. macht sich bereit für das 22. ADAC Nacht-Trial
Uslar-Fürstenhagen (02.06.2025) Die Vorbereitungen des MSC Weser-Solling für das traditionelle Nacht-Trial in Uslar-Fürstenhagen nehmen Fahrt auf. Am Sonnabend, 02. August startet die deutsche Motorrad-Trial-Elite oberhalb von Uslar-Fürstenhagen beim fünften Lauf zur Deutschen Meisterschaft.
Auf der Monatsversammlung im „Landgasthaus zu Linde“ in Fürstenhagen stimmten Jonas Schulze, Erster Vorsitzender des ADAC-Ortsklubs, und Dietrich Siemon, Fahrtleiter Nacht-Trial, die Mitglieder auf die anstehenden Vorbereitungen ein. „Nach der erfolgreichen DM-Premiere vor zwei Jahren haben wir auch diesmal wieder den Zuschlag für Meisterschaftsläufe der Männer und der Frauen bekommen. Wir werden wieder sieben anspruchsvolle Geländeabschnitte vorbereiten und beim Sektionsbau noch mehr Abwechslung in den Kurs bringen“, so Schulze.
Anregung dafür haben sich die MSCer bereits im vergangenen Sommer geholt, als es für 25 Mitglieder zum WM-Lauf nach Neunkirchen ins Siegerland ging. „Wir haben uns angeschaut, was die besten Trialfahrerinnen und -fahrer der Welt auf ihren Maschinen anstellen. Das hat uns sehr beeindruckt und noch einmal zusätzliche Motivation für unser Nacht-Trial gegeben. Mit einem eigenen Punktrichter-Team haben wir bei der WM gezeigt, dass wir zumindest in einem Bereich schon Weltklasse sind“, so Schulze weiter.
Die heiße Phase für das Orga-Team des MSC beginnt am 14. Juni mit einem Arbeitseinsatz auf dem vereinseigenen Gelände. Dabei wird die neue große Grillstelle an der Vereinshütte eingeweiht, die auch für die Versorgung während des Nacht-Trial zum Einsatz kommt.
Das ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling in Uslar-Fürstenhagen
Trial-Piloten sind die Akrobaten und Kletterer des Motorradsports. Beim Trial gewinnt, wer mit seinem Motorrad schwierige Geländeabschnitte fehlerfrei meistert. Mit Körperbeherrschung und Gespür für die millimetergenaue Linie suchen Trialfahrer den besten Weg über mannshohe Hindernisse und die perfekte Einheit mit ihrem 70 Kilogramm leichten Motorrad. Bodenkontakt mit den Füßen gibt Strafpunkte. Geschwindigkeit spielt keine Rolle, es gibt nur ein Limit für die Fahrzeit. Trial ist die hohe Schule des Motorradfahrens. Beim ADAC Nacht-Trial in Fürstenhagen entsteht dank Flutlicht zusätzliche Spannung und Atmosphäre. Sieben Geländesektionen nehmen die Piloten in Angriff. Der Aufbau ist kompakt. Nur wenige Minuten Fußweg liegen zwischen den zahlreichen Zuschauerpunkten. Seit 2023 ist das Nacht-Trial Teil der Deutschen Motorrad-Trial-Meisterschaft in den Eliteklassen der Männer und Frauen.

Ein fast perfektes Trial: Franzi Kadlec siegt mit nur einem Fehlerpunkt beim 21. ADAC-Nacht-Trial / Theresa Bäuml gewinnt Herzschlagfinale / 1.200 Zuschauer sorgen für große Kulisse
(Uslar-Fürstenhagen, 30.07.2023) Fast wäre es das perfekte Trial geworden. Mit nur einem Fehlerpunkt nach 21 durchfahrenen Geländesektionen gewann Franzi Kadlec (26) aus Reichersbeuern zum dritten Mal das ADAC-Nacht-Trial des MSC Weser-Solling in Uslar-Fürstenhagen. Vor über 1.200 Zuschauer siegte der achtfache Deutsche Meister bei der Fahrt von der Dämmerung in die Nacht vor Paul Reumschüssel (22) aus Steinbach-Hallenberg und Rodney Bereiter (18) aus Michelstadt.
Erstmals traten auf dem Motorrad- und Radsport-Gelände des ADAC-Ortsklubs auch die deutschen Elite-Fahrerinnen an. Mit hauchdünnem Vorsprung gewann die vierfache Deutsche Meisterin Theresa Bäuml (25) aus Winningen an der Mosel vor der DM-Führenden Vivian Wachs (24) aus Frammersbach und Sophia ter Jung (23) aus Neunkirchen.

„Das war wieder eine tolle Veranstaltung. Die vielen Zuschauer und die Fahrt unter Flutlicht sind einmalig“, sagte Kadlec, als er nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt über Sandsteine, Baumwurzeln und Betonblöcke seinen Punktezettel am Holzturm des MSC-Geländes zur Auswertung abgab.
„Auf den Wechsel zwischen Licht und Schatten habe ich mich gut eingestellt, aber die Feuchtigkeit, die nach Sonnenuntergang in die Spur zog, hat mich überrascht und einmal kurz aus dem Takt gebracht. Dennoch bin ich sehr zufrieden“, fasste der gelernte Anlagentechniker, der eine spanische TRRS fährt, zusammen.
Dem Sieger dicht auf den Fersen war Paul Reumschüssel. Der Thüringer hatte sich kurz vor dem Start noch kameradschaftlich mit Kadlec über den Zustand der Strecke ausgetauscht und ließ dem Konkurrenten später keinen Spielraum für Fehler. Ebenfalls auf TRRS unterwegs kam der Werkzeugmechaniker mit acht Punkten ins Ziel. „Ich wollte die Füße möglichst oft auf den Rasten lassen, und das ist mir gelungen“, sagte er abgekämpft und sichtlich zufrieden im Ziel.
Etwas länger brauchte Theresa Bäuml, bis sie mit strahlendem Siegerlächeln von ihrer ebenfalls spanischen Vertigo stieg. Nach der Zieleinfahrt blickten Bäuml und Konkurrentin Vivian Wachs auf ihren Motorrädern sitzend für einige Minuten gebannt auf den Ergebnis-Monitor, bis der Sieg der vierfachen Deutschen Meisterin Bäuml nach einer starken letzten Runde feststand.
„Ich hatte anfangs in zwei Sektionen je fünf Fehlerpunkte gesammelt und habe einige glatte Abschnitte falsch eingeschätzt. Zum Ende hin passte es deutlich besser“, sagte die Anwendungstechnikerin und ließ sich noch einmal das Mikro für einen Dank an den MSC und seine Zuschauer geben: „Eine tolle Veranstaltung. Für uns Frauen war es die Premiere in Fürstenhagen, und es war mega, wie gut der Klub unsere Fahrspur hinbekommen hat.“
DM-Konkurrentin Vivian Wachs war auf ihrer TRRS mit klarem Siegeswillen angetreten. Die Konstruktionsmechanikerin analysierte nach ihrem Lauf: „Ich habe stark angefangen, aber hatte in der Mitte einen Durchhänger. Ich habe einige Sektionen gebraucht, bis ich mich an die Dunkelheit gewöhnt hatte. Trotzdem war das Nacht-Trial eine neue und schöne Erfahrung.“
Dem schloss sich auch Dietrich Siemon, Erster Vorsitzender des MSC und Fahrtleiter, an: „Wir sind bei der Zuschauerzahl sofort wieder auf Vor-Corona-Niveau gekommen, und das trotz wechselhafter Witterung. Die Premiere der Frauen-DM hat aus dem Stand heraus hervorragend geklappt und das Zusammenspiel mit unseren Partnern DRK Uslar, THW Bad Lauterberg und der Freiwilligen Feuerwehr war so, als hätte es keine vier Jahre Unterbrechung gegeben. Wir gehen jetzt wieder in den gewohnten Zwei-Jahres-Rhythmus und freuen uns auf das Nacht-Trial 2025.“
Und auch jenseits des sportlichen Aspekts war das Nacht-Trial ein Erfolg. 1.000 Würstchen, 200 Spießbraten, 600 Schälchen Pommes und 250 Portionen der legendären Kartoffelpfanne gingen über den Tresen.
Martin Hellwig, mit dem elterlichen Gasthaus zur Linde in Heisebeck im Hintergrund, hatte Speisen und Getränke gemeinsam mit Jens Ackerhans vom Landgasthaus zur Linde in Fürstenhagen organisiert und das Catering koordiniert. „Große Nachfrage, entspannte Gäste und an den Ständen kannte jedes Team-Mitglied seine Aufgaben. Es hat alles super geklappt, nur beim nächsten Mal brauchen wir bei dem Andrang noch eine weitere Friteuse“, zog Hellwig Bilanz. Auch im Gastrobereich also ein fast perfektes Trial.
Franzi Kadlec startet als Titelverteidiger und DM-Führender beim ADAC Nacht-Trial in Fürstenhagen
Deutsche Meisterschaft im Motorrad-Trial in Uslar-Fürstenhagen am Sonnabend, 29.07.23:
21. ADAC Nacht-Trial im Zeitplan / Neue Geländesektion mit spektakulärer Ausfahrt
(Uslar-Fürstenhagen, 25.07.2023) „Wir sind im Zeitplan, die Strecke für das Nacht-Trial steht. Jetzt kommt der Feinschliff“, sagt Dietrich Siemon, Erster Vorsitzender des MSC Weser-Solling, wenige Tage vor dem größten deutschen Motorrad-Trial auf der Motor- und Radsportstrecke oberhalb von Fürstenhagen. Das Programm des fünften Laufes zur Deutschen Meisterschaft für die Eliteklassen der Männer und Frauen startet am Sonnabend, 29.07.2023, um 19.30 Uhr.
Jonas Schulze, Zweiter Vorsitzender des ADAC-Ortsklubs, freut sich dabei besonders auf die neue spektakuläre Gelände-Sektion neben dem stadionartigen Rund unterhalb der Vereinshütte des MSC. Vom Fuß der Strecke geht es zunächst über Beton- und Sandsteinblöcke in zwei großen Stufen nach oben und mündet an einer hohen schrägen Betonplatte mit aufgesetztem Stein. „Dort sind gewaltige 2,20 Meter zu überwinden. Ein echtes Mut-Eck, gemacht für die Topfahrer“, sagt Schulze.
Gut 30 Tonnen, verteilt auf rund 40 Sandsteine haben die MSCer seit dem Frühjahr mit Bagger und Raupe bewegt.
Erstmals setzt das Technik-Team am neuen Geländeabschnitt eine LED-Beleuchtung ein. „Wir wollen ausprobieren, wie das bei den Fahrern ankommt und ob das moderne Licht passt“, ergänzt Schulze und ist sichtlich stolz auf die Arbeit, die die Aufbau-Crew in den letzten Wochen geleistet hat.
Am Freitag vor dem Nacht-Trial werden rund 30 Scheinwerfer auf Holzmasten gesetzt und die rund 30.000 Watt starken Lampen genau auf die Fahrspuren eingestellt.
Im Laufe des Sonnabends reist das THW Bad Lauterberg an und speist das Flutlicht während des Wettbewerbs mit eigenen Aggregaten.
Bis dahin geht den Vereinsmitgliedern die Arbeit nicht aus. Die Geländesektionen werden von Steinen und Ästen befreit, Vereinshütte und mobile Pavillons hergerichtet. Das Rennbüro im Holzturm erhält neue Tischplatten, die Ergebnistafel, ein großer Torbogen und zahlreiche Werbebanner werden aufgestellt.
Für das Sponsoring meldet Bereichsleiter Volker Meyer: „Ausverkauft.“ „Wir haben für jede Geländesektion einen Sponsor, ebenso für den Start- und den Cateringbereich. Es ist toll, dass auch nach der coronabedingten mehrjährigen Pause gleich wieder so viel Unterstützung für das Nacht-Trial da ist“, sagt Meyer, der im Vorfeld allein acht große Transparente und mehr als 100 Plakate in der Region platziert hat.
Die heiße Phase beginnt mit der Mitgliederversammlung des MSC am Donnerstagabend. Es folgen am Freitag ein Punktrichterseminar und die Beleuchtungsprobe. Am Sonnabendnachmittag gehen auch die Freiwillige Feuerwehr Fürstenhagen sowie das DRK aus Uslar auf Position, sodass während der Veranstaltung insgesamt rund 100 Helfer das Feld der Elitefahrerinnen und -fahrer begleiten.
Die Piloten um die DM-Führenden Franzi Kadlec aus Reichersbeuern und Vivian Wachs aus Frammersbach fahren sich ab ca. 19 Uhr warm. Dann heißt es laut Franzi Kadlec, ehemaliger WM-Achter, neunmaliger Deutscher Meister und Titelverteidiger beim Nacht-Trial: „Immer konzentriert bleiben und alles abrufen. Sonst wird das nichts. Die Konkurrenz ist megastark und die Bedingungen beim Nacht-Trial sind besonders.“

Ein Teil des Aufbau-Teams des MSC Weser-Solling: v.l. Volker Meyer (Sponsoring), Silas Schumann, Torsten Schumann (Streckenchef), Jonas Schulze (2. Vorsitzender), Dieter Engelhardt, Thomas Klepsch (Streckensprecher), Marin Sonsalla (Vorstand Finanzen). In der Mitte die Nacht-Trial-Trophäe aus heimischem Sandstein, gefertigt vom Ex-Nacht-Trial-Piloten Manfred Sustrate (Fürstenhagen). Foto: Frederic Sonne
Das ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling in Uslar-Fürstenhagen
Trial-Piloten sind die Akrobaten und Kletterer des Motorradsports. Beim Trial gewinnt, wer mit seinem Motorrad schwierige Geländeabschnitte fehlerfrei meistert. Mit Körperbeherrschung und Gespür für die millimetergenaue Linie suchen Trialfahrer den besten Weg über mannshohe Hindernisse und die perfekte Einheit mit ihrem 70 Kilogramm leichten Motorrad. Bodenkontakt mit den Füßen gibt Strafpunkte. Geschwindigkeit spielt keine Rolle, es gibt nur ein Limit für die Fahrzeit. Trial ist die hohe Schule des Motorradfahrens. Beim ADAC Nacht-Trial in Fürstenhagen entsteht dank Flutlicht zusätzliche Spannung und Atmosphäre. Acht Geländesektionen nehmen die Piloten in Angriff. Der Aufbau ist kompakt. Nur wenige Minuten Fußweg liegen zwischen den zahlreichen Zuschauerpunkten. Erstmals ist 2023 auch die Frauenklasse am Start.
Ablauf
18:00 Uhr: Einlass
ab 19:00 Uhr: Warmfahren
19:30 Uhr: Programmbeginn
20:00 Uhr: Fahrervorstellung
20:30 Uhr: Start
ca. 24.00 Uhr: Siegerehrung
Eintrittspreise
Erwachsene: 10 Euro
Jugendliche bis 16 Jahre: 5 €
Kinder bis 12 Jahre: frei
Kostenlose Zeltflächen an der Strecke
Strecke
-Motor- und Radsport-Gelände des MSC Weser-Solling in 37170 Uslar-Fürstenhagen, Heerbergstraße
-Acht Flutlicht-Sektionen mit natürlichen und künstlichen Elementen.
-Drei Runden je 0,6 km Länge mit sieben Sektionen pro Klasse
-Fahrtzeit: maximal 190 Minuten / Sektionszeit: maximal 90 Sekunden
Anfahrt
Achtung Baustellen!
Bei Anreise aus Richtung Süden und Osten bitte NICHT die Ausfahrt Lutterberg der BAB 7 nehmen. Stattdessen die Abfahrt Göttingen Nord benutzen und über Adelebsen nach Fürstenhagen fahren.
Bei Anreise aus Westen: Die L726 von Oedelsheim nach Heisebeck/Fürstenhagen ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Es ist eine Umleitung über Lippoldsberg, Vernawahlshausen und Arenborn ausgeschildert. Diese Umleitung gilt auch für Besucher, die von der BAB 44 kommen und in Warburg bzw. Breuna abfahren.
MSC Weser-Solling e.V. im ADAC Uslar-Fürstenhagen
www.msc-weser-solling.de
Deutsche Motorrad-Trial-Meisterschaft
www.dm-trial.de
Deutsche Meisterschaft im Motorrad-Trial in Uslar-Fürstenhagen am 29.07.23: Countdown für das 21. ADAC Nacht-Trial läuft / Titelverteidiger Franzi Kadlec führt das Feld an / Erstmals Eliteklasse der Frauen am Start
(Uslar-Fürstenhagen, 17.07.2023) Die Uhr tickt: Nur noch wenige Tage bis zum Nacht-Trial. Am Sonnabend, 29. Juli, um 19.30 Uhr starten in Uslar-Fürstenhagen wieder Deutschlands beste Motorrad-Trial-Piloten durch.
„Seit sechs Monaten laufen die Vorbereitungen, im Mai hatten wir den ersten großen Arbeitseinsatz auf unserem Motor- und Radsport-Gelände. Seitdem ist unsere Aufbautruppe mit bis zu 25 Mann regelmäßig im Einsatz. Es wird Zeit, dass es losgeht, die Vorfreude ist groß!“, sagt Dietrich Siemon, Erster Vorsitzender des MSC Weser-Solling e.V. Uslar-Fürstenhagen im ADAC. Vier Jahre liegt das letzte Nacht-Trial coronabedingt zurück. Der Ehrgeiz, die Neuauflage besonders gut werden zu lassen, ist spürbar im MSC Weser-Solling.
Jonas Schulze, Zweiter Vorsitzender des MSC, leitet den Aufbau und sagt: „Wir haben viel Material bewegt, das Gelände noch anspruchsvoller und abwechslungsreicher gestaltet und eine komplett neue Sektion gebaut. Allein dafür haben wir zwei Wochenenden mit schwerem Gerät gebraucht“, so Schulze. Vierzig Sandsteine kamen hinzu. Drei weitere Sektionen haben die Kursbauer des MSC stark verändert. Auf die Piloten warten nun acht Geländeabschnitte mit bis zu knapp zwei Meter hohen Hindernissen.
Ganz vorne beim Ritt durch die Sektionen ist der neunfache Deutsche Meister Franzi Kadlec aus Reichersbeuern. Kadlec ist beim Nacht-Trial Titelverteidiger und führt die Deutsche Meisterschaft an: „Fürstenhagen ist besonders und hat eigene Herausforderungen. Die Fahrt durch die Nacht ist speziell, allein schon durch die vielen Zuschauer und die ungewohnte Startzeit. Der Wechsel zwischen Licht und Schatten macht es schwierig, die Distanz zwischen den Hindernissen einzuschätzen“, sagt der 26jährige Anlagentechniker. Kadlec hält das Nacht-Trial für einzigartig: „Beim Hallen-Trial fahren wir auch unter Scheinwerfern, aber es findet alles in einem Raum vor demselben Publikum statt. Beim Nacht-Trial wechseln wir sehr schnell die Bereiche. Anderes Licht, andere Zuschauer, andere Atmosphäre. Das ist schon sehr spannend“, so der ehemalige Achte der Trial-Weltmeisterschaft.
Auch bei den besten deutschen Pilotinnen ist die Freude auf das Nacht-Trial groß. Erstmals fahren die Elite-Frauen in Fürstenhagen um DM-Punkte. Ex-Europameisterin Theresa Bäuml (25) aus Winningen ist die einzige Frau mit Nacht-Trial-Erfahrung. Sie fuhr 2015 mit den Jungs um die Wette und hat gute Erinnerungen: „Es war richtig cool, eine tolle Show. Viele Zuschauer auf engem Raum. Eine tolle Atmosphäre, die mich sehr motiviert hat. Die Strecke passt mir. Viele hohe Stufen, vor denen wir gut abspringen können“, sagt die vierfache Deutsche Meisterin, die von Beruf Anwendungstechnikerin ist.
Bäuml liefert sich derzeit mit der Meisterschaftsführenden Vivian Wachs ein enges Duell. Beide Pilotinnen haben bislang zwei Läufe gewonnen und gehen Kopf an Kopf in das Nacht-Trial in Fürstenhagen.

Theresa Bäuml beim Nacht-Trial 2015. Foto: Greiner/trialsport.de
Theresa Bäuml
Theresa Bäuml (25) aus Winningen an der Mosel fährt seit ihrem sechsten Lebensjahr Motorrad-Trial. Die Begeisterung für den Sport hat sie von ihrem Vater geerbt, der selbst in der Trial-DM gefahren ist. Die 25jährige Anwendungstechnikerin ist ehemalige Europameisterin und WM-Dritte sowie vierfache Deutsche Meisterin. Sie startet auf einer spanischen Vertigo-Maschine für den AC Mayen.
Drei Fragen an Theresa Bäuml
Wie war das bei Deinem ersten Nacht-Trial 2015 in Fürstenhagen?
Es war richtig cool, eine tolle Show. In Fürstenhagen hatten wir viele Zuschauer und das auf relativ engem Raum. Es war eine tolle Atmosphäre, die mich sehr motiviert hat. Damals habe ich die Sektionen schon als sehr anspruchsvoll empfunden, aber es hat Riesenspaß gemacht. Der Aufbau der Sektionen passt mir. Viele hohe Stufen, vor denen wir gut abspringen können. Ich freue mich, dass die Strecke über die Jahre ihren Charakter behalten hat.
Was nimmst Du Dir vor für die kommende Saison?
Ich habe zwei Jahre pausiert und bin erst 2022 wieder in die DM eingestiegen. Mit Vivian Wachs, der amtierenden Deutschen Meisterin, habe ich eine starke Konkurrentin, die hart trainiert und ein sehr hohes Niveau erreicht hat. Ich möchte möglichst viele Tagessiege holen, natürlich auch den in Fürstenhagen. Am Ende der Saison will ich auf dem Treppchen stehen.
Wie bereitest Du Dich auf die Meisterschaft vor?
Die DM startet erst im Juni. Derzeit ist es wichtig, die Fitness zu halten. Ich trainiere viel Kraft-Ausdauer, vor allem mit funktionalem Training. Das sind vielfältige Übungen, die zahlreiche Muskelgruppen ansprechen und eine gewisse Komplexität haben. Es wird nicht mit Geräten gearbeitet, sondern mit dem eigenen Körpergewicht. Dazu fahre ich viel Rad. Ab Ende März trainiere ich wieder intensiv auf dem Motorrad.
Pressemitteilung vom 01.06.2023
Mit Vereinsraupe und Mettbrötchen / Der MSC Weser-Solling e.V. startet die Vorbereitungen für das 21. ADAC Nacht-Trial
Uslar-Fürstenhagen (01.06.2023) Gut zwei Monate vor dem Start des 21. Nacht-Trial des MSC Weser-Solling e.V. in Uslar-Fürstenhagen hat das Team des ADAC-Ortsklubs mit ersten Aufbauarbeiten begonnen. Fünfzehn Mitglieder waren rund zehn Stunden lang im Einsatz, um den sieben Gelände-Sektionen auf dem Motor- und Radsport-Gelände für den fünften Lauf zur DM am Sonnabend, 29. Juli 2023, eine erste grobe Struktur zu geben.
„Höherer Schwierigkeitsgrad für die Fahrer, mehr Action für die Zuschauer und weniger Wartezeit für ein erweitertes Starterfeld“, fasste Jonas Schulze, Zweiter Vorsitzender des MSC, die vielfachen Anforderungen an die Strecke zusammen. Neben den Männern aus der Top-Kategorie der Deutschen Motorrad-Trial-Meisterschaft sind 2023 erstmals auch die besten deutschen Trial-Pilotinnen mit eigenen Geländespuren am Start.
Vierzig weitere Sandsteine aus Bad Karlshafen stellen die MSCer den Gleich-Gewichtskünstlern auf ihren Gelände-Motorrädern diesmal in den Weg. Neben einer komplett neuen Sektion werden drei weitere Abschnitte erheblich umgebaut. „Wir mussten mit Lkw-Ladekran und unserer über 40 Jahre alten Vereinsraupe ran, um die Steine einzusetzen. Der größte wog mehr als fünf Tonnen und ist zwei mal drei Meter groß“, so Schulze. Zur Absicherung des schweren Gerätes im schwierigen Gelände stand ein Trecker bereit.
Derweil erleichterten Mettbrötchen und selbstgemachte Waffeln den MSC-Mitgliedern den Arbeitseinsatz. „Wir haben einiges geschafft, aber es gibt noch genug zu tun. Für Ende des Monats planen wir unseren nächsten Aufbautermin“, zog Jonas Schulze Bilanz nach dem langen Arbeitstag für Mensch und Maschine.
Pressemitteilung vom 13.01.2023
ADAC Nacht-Trial des MSC Weser-Solling wieder am Start / 5. Lauf zur Deutschen Motorrad-Trial-Meisterschaft am 29. Juli 2023 in Uslar-Fürstenhagen / Erstmals DM-Pilotinnen dabei
(Uslar-Fürstenhagen, 13.01.2023) Nach der Corona-Pause startet das Nacht-Trial des MSC Weser-Solling e.V. in Uslar-Fürstenhagen 2023 wieder durch. Am Sonnabend, 29.Juli, fahren die besten deutschen Trial-Fahrer zum 21. Mal auf dem Fahrrad- und Motorsportgelände den geschicktesten Fahrer aus. Erstmals ist neben den Männern auch die Elite-Klasse der Frauen vertreten.
Dietrich Siemon, Erster Vorsitzender des ADAC-Ortsklubs, freut sich auf die Neuauflage: „Wir können es kaum erwarten. Die Planungen unseres 25köpfigen Strecken-Teams sind angelaufen. Ein neues Highlight ist die Frauen-DM. Diese Klasse hat sich in den vergangenen Jahren toll entwickelt.“
Beim Lauf in Fürstenhagen hat die ehemalige Trial-Europameisterin Theresa Bäuml vom AC Mayen ihren Konkurrentinnen aus der DM etwas voraus. Bäuml ist die einzige Frau mit Nacht-Trial-Erfahrung. 2015 nahm sie als 17jährige im internationalen Feld der Männer teil und kämpfte sich unter dem Jubel von 1.400 Zuschauern ins Ziel. An das Nacht-Trial hat die vierfache Deutsche Meisterin aus Winningen an der Mosel gute Erinnerungen: „Richtig cool. Sehr kompakt und zuschauerfreundlich mit einem begeisternden Publikum. Die Strecke hat tolle, schön gebaute Sektionen mit vielen Stufen. Schwierig, aber trotzdem machbar.“ Für 2023 hat die Vertigo-Pilotin genaue Vorstellungen: „Am Ende der Meisterschaft will ich auf dem Podium stehen. Dabei möchte ich möglichst viele DM-Läufe gewinnen, natürlich auch den in Fürstenhagen.“
Die Fahrt zum Sieg wird noch steiniger als in den Vorjahren. MSC-Chef Dietrich Siemon sagt: „Wir werden einen Teil der Gelände-Prüfungen umbauen und eine komplett neue Sektion anlegen. Für die Zuschauer ist das sehr spektakulär und für die Fahrer noch anspruchsvoller.“

Theresa Bäuml