Regeln

Die Regeln sind eigentlich leicht:

Mach keine Fehler!

Doch da es ohne Fehler ja nun mal (leider) selten geht, sind hier einige Dinge rund um die Regeln des Trial. An dieser Stelle möchten wir nur die Faktoren nennen, die zu einem Gesamtergebnis führen.

Die Wertung

Wertung

Der Wettkampf besteht aus mehreren Sektionen. In jeder der 3 Runden muss jede Sektion genau einmal befahren werden. Dabei werden die Fehler des Fahrers als Punkte festgehalten. Am Ende gewinnt der Fahrer, der in allen 3 Runden am wenigsten Fehlerpunkte gesammelt hat.

Punktrichter beobachten genauestens jede Bewegung von Fahrer und Maschine. Nicht der schnellste „dab“ (das leichte Aufsetzen eines Fußes auf den Boden) darf ihnen entgehen. Um im Wettbewerb den Fahrern qualifizierte und der Situation gewachsene Punktrichter zu stellen, werden unsere Punktrichter vor jeder Veranstaltung in den Sektionen eingewiesen und geschult.

Anfang und Ende der Sektion sind mit A- und E-Schildern gekennzeichnet, nur zwischen diesen wird eine Punktwertung durchgeführt. Fehlerfrei bedeutet, alle Schwierigkeiten fahrend zu überwinden, also nicht anhaltend, schiebend oder gar stürzend, aber auch ohne Nachhilfe mit den Füßen. Dies sind alles Fehler, die dem Fahrer auf einer mitgeführten Punktekarte mit unterschiedlicher Wertung vermerkt werden.

Vor Beginn der Veranstaltung wird eine Höchstfahrzeit vorgegeben, in der alle Sektionen und Runden zu fahren sind. Vor Beginn der Sektion stellt der Fahrer seine Maschine ab, geht zu Fuß die Sonderprüfung ab, sucht sich eine ihm geeignet erscheinende Fahrspur aus (meistens gibt es mehr als eine mögliche Route durch eine Sektion) und beobachtet seine Konkurrenz bei der Durchfahrt um eventuell eigene Fehler zu vermeiden. Damit sich keiner zuviel Zeit nimmt, gibt es die schon erwähnte Höchstfahrzeit.

Gewertet wird in einer Sektion nur der schwerste Fehler, mehr als 5 Strafpunkte kann der Fahrer pro Sektion also nicht bekommen, es sei denn, er verweigert die Durchfahrt. Weitere Strafpunkte kann ein Fahrer erhalten, wenn er die Sektionszeit von 90 Sekunden überschreitet. Der richtige Schwierigkeitsgrad einer Sektion gilt dann als erreicht, wenn sie von mindestens zwei oder drei Fahrern mit null Fehlern bewältigt wird.

Fehler Strafpunkte
1x Fuß am Boden 1
2x Fuß am Boden 2
mehr als 2x Fuß am Boden 3
Absteigen
Sturz
Verlassen der Begrenzungen
5

Die Fahrer

Fahrer

Der Trialfahrer muss über ein enormes Maß an Maschinenbeherrschung verfügen, daher fährt er meist langsam, manövriert Vorder- und Hinterrad Zentimeter genau, hebt mit einem Gasstoß das Vorderrad gekonnt auf eine Stufe herauf, überspringt Hindernisse, immer im Bestreben, die Sektion fehlerfrei zu absolvieren.

Für den Fahrer ist ein gewisses Trainingspensum unerlässlich, zu dem nicht nur das Fahren mit dem Motorrad gehört; auch Ausdauer, Schnellkraft und Konzentrationsfähigkeit bedürfen der dauernden Übung. Auch wenn für den Zuschauer die Bewegungen kaum zu sehen, die Anstrengungen nur zu erahnen sind, ist der Fahrer nur unter enormer kraftzehrender Körperbeherrschung in der Lage sich und seine Maschine als eine Einheit sicher durch die Sektionen zu lenken.

Die Maschienen

Maschienen

Trialmotorräder sind alles andere als gewöhnlich, es sind Sportgeräte der besonderen Art. Das ist auf den ersten Blick erkennbar und wird spätestens bei der ersten reellen Begegnung mit diesen Hochleistungsmaschinen deutlich. Sie haben ein Gewicht zwischen 66 – 69 kg. Verfügbar sind z.B. 80ccm, 125ccm, 250ccm, und 300ccm-Modelle der Markenhersteller Sherco, GASGAS, Montesa, Beta, Scorpa, Ossa, JTG(JOTA GAS). Dies sind die Bikes der Szene. Die klassische 2-Takt-Modelle sind populär, werden aber immer mehr durch aktuelle 4-Takt-Modelle attakiert. Die wesentlichen Merkmale sind die unglaubliche Schnellkraft, der niedrige Schwerpunkt und die gute Traktion der Reifen, wobei der Luftdruck eine entscheide Rolle spielt.